Berlin - Wenn Hagen Stamm über das Geschäft spricht, sind die Sätze kurz und die Pausen lang. Viel lieber würde er über den Sport reden. Mehr als zwei Dutzend Titel und Trophäen hat er eingesammelt, an olympischen Spielen teilgenommen und ist auch jetzt noch Bundestrainer. Stamm, die Berliner Wasserball-Legende. Der Sport ist für den 60-Jährigen bis heute eine Parallelwelt neben der Berliner Bike Factory, die er seit 35 Jahren führt. Etwa 80.000 Fahrräder hat er im vergangenen Jahr verkauft. In diesem Jahr sind es mehr. „Zweistellig“ sei das Geschäft gewachsen, sagt der BBF-Chef kurz und trocken mit der eindeutigen Botschaft, nicht konkreter werden zu wollen. Es hätte also nicht besser laufen können? „Doch“, sagt er. „Wir hätten auch das Doppelte und Dreifache verkaufen können.“

Die Corona-Pandemie hat dem Fahrrad bekanntermaßen einen Nachfrageschub beschert wie lange nicht. Beim Zweiradhandelsverband sieht man sich auf der „Sonnenseite des Handels“, taxiert den Absatzzuwachs in der ersten Jahreshälfte auf sechs Prozent und vermutet „ÖPNV-Flüchtlinge“ als Wachstumstreiber. Als nach dem Shutdown im Frühjahr die Fahrradläden wieder öffneten, gab es überall lange Schlangen und bald ausverkaufte Geschäfte. Bis heute kommen die Hersteller nicht hinterher, um die Nachfrage zu decken.

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