BerlinMitten im behäbigen Alten ist uns das Neue suspekt: Während Chinas Motor scheinbar schnurrt, als sei die Volksrepublik die vergangenen Jahrhunderte wie ein gut gepflegter Oldtimer nur an sonnigen Ostertagen ausgeführt worden, ruckelt es im Getriebe des industrialisierten Westens ordentlich. Andauernd mahnen die Vielgereisten und Vielwissenden: China hängt uns ab!

Zum einen: China setzt auf Expansion. Klar. Das ist unübersehbar. Zum anderen: Das heißt noch lange nicht, dass China auf den Rest der Welt verzichten könnte. Peking ist auf die Märkte des Westens angewiesen. Zwei Drittel der chinesischen Ausfuhren stammen (noch) aus ausländischen Unternehmen, die im Land montieren lassen, was andernorts entworfen worden ist. Auch das chinesische Finanzsystem steht auf tönernen Füßen. Das ist der Preis der Expansion. Der vermeintliche Hegemon spuckt und speit insofern dieser Tage nicht. Der Drache schnurrt. Er sehnt sich wie der Rest der Welt nach: Stabilität.

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