Wirecard-Gründer Markus Braun.
Foto: dpa

Der Bilanz-Skandal beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard entwickelt sich zu einem Krimi, der im Geheimdienstmilieu spielt und in den auch die österreichische FPÖ verwickelt sein könnte. Im Mittelpunkt steht die schillernde Figur des Wiener Managers Jan Marsalek. Er war Chief Operating Officer (COO) und die rechte Hand des Unternehmensgründers Markus Braun. Er soll für die betrügerischen Manipulationen in Singapur verantwortlich sein und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Das Vermögen des  Managers, der mehrere Sprachen fließend spricht, wird auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt.

Marsalek ist abgetaucht, und nun kommen Details ans Licht, die für das Unternehmen und seine Finanz-Partner sehr unerquicklich sein dürften. Die Wiener Zeitung Die Presse berichtet, Marsalek habe enge Kontakte zum von Skandalen erschütterten österreichischen Inlandsgeheimdienst, dem damaligen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, gehabt. Er soll vertrauliche Informationen an die FPÖ weitergegeben haben, die erst vor einem Jahr mit einem Korruptionsvideo aus Ibiza in die Schlagzeilen geraten ist. Die Informationen des Wirecard-Managers sollen das Misstrauen der FPÖ gegenüber dem Koalitionspartner ÖVP geschürt haben. 

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