BerlinFriedrichshain, Nordseite des Ostbahnhofs. Es gibt wohl nirgendwo sonst in der Stadt einen Ort, an dem sich der wirtschaftliche Wandel symbolhafter manifestiert. Über 35 Jahre stand an der Koppenstraße ein Kaufhaus, in das zu besten Zeiten 65.000 Besucher am Tag strömten. 2017 wurde es geschlossen, danach entkernt und neu aufgebaut. Nun liegt ein riesiger und dennoch erstaunlich leicht wirkender Würfel aus Glas und mattgrauem Metall zwischen Wohnhäusern aus Beton. Es ist wieder ein Kaufhaus. Allerdings kommt es ohne Rolltreppen und Kundenparkplätze aus. Seine Schaufenster sind Laptops und Smartphone-Displays. Im nächsten Frühjahr wird der Berliner Onlinemodehändler Zalando dort einziehen. Während überall in der Stadt Läden und Geschäfte um ihre Zukunft bangen, hat sich Zalando ein weiteres Domizil für 2500 Menschen schaffen lassen. Um genug Platz zu haben, wurde der ursprüngliche Kaufhausbau sogar um zwei Etagen aufgestockt. Es geht hoch hinaus.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.