Das Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg hat am Dienstag die neuen Genehmigungen für Wohn- und Nichtwohnungsbauten veröffentlicht. Insgesamt wurden etwas mehr als 1800 Genehmigungen im ersten Halbjahr 2021 erteilt. Exakt 9148 Wohnungen können nun entstehen. Verglichen mit dem  ersten Halbjahr 2020 sei das ein Rückgang von 28,5 Prozent, heißt es in der Mitteilung auf der Seite des Amtes. In Brandenburg wuchs die Zahl der Genehmigungen um 19 Prozent. 

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Neubauten in Berlin ging im gleichen Zeitraum um 28,8 Prozent auf 8255 zurück. Dagegen nimmt die Zahl der geplanten Ein- und Zweifamilienhäuser zu, 770 sind genehmigt, ein Plus von 24, 2 Prozent. 

Nach den Worten des Amtes ist hervorzuheben, dass es einen „beachtlichen Rückgang“ um 31,5 Prozent bei den genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gegeben hat, in absoluten Zahlen sind es 7403 Wohnungen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es noch 10.809. Die meisten Baugenehmigungen von Wohnungen meldeten die Bezirke Spandau (2464; 1. Halbjahr 2020: 1033)  und Treptow-Köpenick (1681; 2020: 2606).   

Der BBU Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsbauunternehmen bezeichnete die Zahlen als „Weckruf“. Halbjahreszahlen böten zwar nur einen ungenauen Ausblick aufs ganze Jahr, sagte die Vorsitzende Maren Kern. Doch sie zeigen „die immer noch unzureichende personelle und technische Ausstattung der Bauämter, vor allem aber auch das zunehmend schlechtere Neubauklima in der Stadt“. Sie sieht in der Statistik auch Spätfolgen des gescheiterten Mietendeckels. Was 2020 nicht geplant worden sei, könne 2021 nicht genehmigt werden.