Vom europäischen Ausland aus betrachtet ist Deutschland ein kurioses Land. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt seit Jahren. Während anderswo vor allem junge Leute keine Jobs finden, klagen die Unternehmen hierzulande, dass es ihnen an Lehrlingen fehle. Die Konjunktur in Deutschland ist robust, die Firmen schaffen weiter Arbeitsplätze. Und doch wird es wieder mehr Erwerbslose geben. Das hängt mit den Flüchtlingen zusammen, die nach und nach auf den Arbeitsmarkt drängen.  Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Weise, sagte unlängst, dass die Chancen für die berufliche Integration dieser Menschen gut stünden. „Aber es wird viel Geld kosten und lange dauern.“

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat am Donnerstag einige interessante Befunde zum Thema Flüchtlinge und Arbeitsmarkt veröffentlicht. Die Forscher schauten sich an, wie lange es in der Vergangenheit gedauert hat, Geflüchtete in Jobs zu bringen und welche Probleme es dabei gab. Sie konnten auch ermitteln, wie stark das Lohngefälle zwischen arbeitenden Flüchtlingen, anderen Migranten (etwa EU-Bürgern oder Spätaussiedlern) und Einheimischen war. Dafür wertete das DIW Daten von Geflüchteten aus, die zwischen 1990 und 2010 ins Land kamen. All das gibt Hinweise darauf, welche Schwierigkeiten bei der Integration jener Menschen zu bewältigen sind, die im Zuge der jüngsten Flüchtlingswelle ins Land kamen.

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