Konjunkturprognosen haben zwei Eigenschaften: Sie sind notwendig und meistens falsch. Dass Ökonomen mit ihren Vorhersagen meist daneben liegen, stört sie nicht weiter. Punktgenaue Prognosen bis zur Nachkomma-Stelle sind nicht ihr Ziel. Sie wollen lediglich Trends anzeigen. Und diese Trends sind wichtig – für Unternehmen, Steuerschätzer, Gewerkschaften, Banken und andere. Um zu planen, müssen sie Szenarien zu Grunde legen, wohin die Reise geht. Ökonomen haben daher in den vergangenen Monaten wieder nach- und hochgerechnet. Im Detail unterscheiden sich ihre Vorhersagen für 2014 zwar. Im Großen und Ganzen jedoch herrscht Einigkeit: Mit der deutschen Konjunktur geht es weiter aufwärts, allerdings eher zögerlich.

Umfeld: Die Weltwirtschaft wird sich 2014 etwas erholen – eine gute Nachricht für das exportabhängige Deutschland. Wachstumsmotor sind die USA, aber auch Großbritannien und China. Die Konjunktur in den übrigen Schwellenländern läuft zwar besser als 2013, erreicht aber nicht die Stärke der Vorjahre. Die Euro-Zone lässt die Rezession endgültig hinter sich, alle Staaten der Währungsunion werden erstmals seit Jahren ein Wachstum verzeichnen. Doch bleibt der Aufschwung schwach und die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Hauptrisiko für die Weltwirtschaft ist die Zinswende in den USA: Noch ist unklar, ob die US-Zentralbank ihre Politik des ultrabilligen Geldes langsam zurückfahren kann, ohne schockartige Kapitalbewegungen und stark steigende Zinsen zu bewirken.

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