Berlin - Sie galt als „Volksaktie“ und als sicheres Anlageprodukt, der verstorbene „Tatort“-Schauspieler Manfred Krug machte fast jeden Abend für sie Werbung: die Telekom-Aktie. Mit dem Börsengang der Deutschen Telekom im Jahr 1996 erlebte die Aktienkultur in Deutschland eine kurze Blütezeit, doch sie war nicht von Dauer. Durch den Zusammenbruch des neuen Markts Anfang 2000 und den Kurssturz bei der Telekom, verloren viele Kleinaktionäre die Lust auf die Börse. Doch es gibt eine Trendwende: Ausgerechnet in der Corona-Krise entdecken die Deutschen die Aktie wieder, erstmals seit 2001 gibt es in Deutschland wieder mehr als 12 Millionen Aktiensparer.

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts sind seit 2020 über 12,4 Millionen Deutsche am Aktienmarkt aktiv, dass sind 2,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Jeder sechste Deutsche besitzt Aktien, Aktienfonds und/oder ETF (exchange-traded fund, zu Deutsch: börsengehandelter Fonds). Das entspricht 17,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Kleinaktionäre investieren typischerweise in Fonds: Etwa 9,3 Millionen Deutsche besitzen Fondsanteile, demgegenüber besitzen nur 5,3 Millionen Aktien von einzelnen Unternehmen.

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