Von der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ läuft mittlerweile die sechste Staffel und immer noch schalten wöchentlich regelmäßig knapp drei Millionen Fernsehzuschauer ein. Das Konzept der Show: Echte Start-ups geben vor laufender Kamera einen Pitch, das heißt, sie präsentieren ihr Unternehmen möglichen Investoren. Kommt es zu einem Deal, geben die Investoren Geld und die Gründer im Gegenzug Unternehmensanteile. Eigentlich. Denn in nicht wenigen Fällen sind die Deals bereits zur Ausstrahlung schon wieder Geschichte. Also alles nur Show?

Zu einem geplatztem Deal kam es auch bei dem Berliner Start-up „Deine Studienfinanzierung“. Mit ihrer App, die Studierenden zum Beispiel helfen soll, komplizierte Bafög-Anträge durchzusehen, überzeugten sie in der aktuellen Staffel zwar Investor Frank Thelen, doch das in der Sendung genannte Investment von 500.000 Euro für 17,5 Prozent Unternehmensanteile wurde nie getätigt. Das aber habe einen nachvollziehbaren Grund gehabt, sagt Gründer David Meyer. Man sei sich nach der Show bei der Bewertung nicht einig geworden. So sei der Deal sowieso nur unter der Prämisse zustande gekommen, sich mit bereits bestehenden Investoren über die Verteilung der Anteile zu einigen. Das ist nicht aufgegangen. „Dennoch war das ein ganz normaler Prozess“, betont Meyer. Solche Nachverhandlungen seien auch im realen Leben ganz normal – und dass Deals schon mal platzen auch.

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