Kaffee, Brot, Eier: Für vieles, was auf dem Einkaufszettel steht, müssen Verbraucher immer mehr zahlen. Die Inflation in Deutschland liegt bei über sieben Prozent. Das macht sich mittlerweile in fast allen Lebensbereichen bemerkbar. Dinge, die im Gegensatz dazu etwas günstiger geworden sind, fallen da gar nicht mehr so auf. Tatsächlich sind es auch nicht besonders viele. Doch auch bei den Lebensmitteln finden sich zumindest ein paar.

So etwa beim Obst und Gemüse. Auch, wenn diese Warengruppen im Durschnitt teurer geworden sind, gibt es laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) ein paar kleine Ausreißer. Im aktuellen Verbraucherpreisspiegel von Anfang April ist Wurzel- und Zwiebelgemüse 14 Prozent günstiger als im April 2021. Dazu zählen Möhren, Frühlingszwiebeln und Porree. Kohlgemüse ist dank niedrigerer Preise für Blumenkohl, aber auch für Kohlrabi in der Summe acht Prozent günstiger. Zitrusfrüchte (–7 Prozent), Kernobst, insbesondere wegen niedrigerer Apfelpreise (–4 Prozent), und Blatt-/Salatgemüse (–3 Prozent) zählen ebenfalls zu den Ausnahmen.

Vorräte aus dem vergangenen Jahr

„Bei frischem Obst und Gemüse sind niedrigere Preise in aller Regel darauf zurückführen, dass das verfügbare Angebot reichlicher ist als im Vergleichszeitraum“, erklärt ein Marktanalyst von AMI. Die niedrigeren Apfelpreise seien beispielsweise noch auf die größere Ernte aus dem vergangenen Jahr zurückzuführen. Auch Möhren können gelagert werden und es bestehen noch Vorräte aus dem vergangenen Jahr. Bei Paprika sind laut den Experten von AMI eine Flächenausweitung in der spanischen Produktion verantwortlich dafür, dass das Gemüse hierzulande zurzeit noch etwas günstiger angeboten werden kann.