Berlin - Die Corona-Krise hat den Berliner Arbeitsmarkt dramatisch einbrechen lassen. Die über Jahre rückläufige Arbeitslosenquote liegt plötzlich wieder über zehn Prozent. Weit über 50.000 Berliner haben ihren Job verloren, mehr als doppelt so viele stecken noch immer in Kurzarbeit. Allerdings wird sich die Situation in den nächsten Jahren wenigstens ebenso dramatisch ins Gegenteil umkehren. In der Stadt werden Arbeitskräfte so knapp werden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 2035, so eine gemeinsame Prognose der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) und des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifor, wird nach heutigem Stand jede vierte Facharbeiter- oder Meisterstelle aus Mangel an Fachkräften nicht besetzt werden können. Ist ein akademischer Abschluss erforderlich, bleibt sogar jede dritte Stelle offen. Und der Mangel beginnt schon bald. „Spätestens ab 2025 wird der Fachkräftemangel enorm und dramatisch ansteigen“, sagt Julian Evans, Arbeitsmarktexperte bei der IHK Berlin.

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