Einstürzende Kapitalmärkte, wie wir sie zuletzt mit Beginn der Pandemie im März 2020 gesehen haben, sind keine Entwicklung der jüngeren Geschichte. Die Geschichte des Geldhandels reicht bis in die Antike zurück. Spekulationsblasen wissen neben Ökonomen deshalb auch Althistoriker auszuweisen: So etablieren bereits die alten Römer das Kreditgeschäft als staatlich anerkannten Beruf. Der „negotians“ setzt die Einlagen seiner Kunden ein, um sie gewinnbringend weiter zu verleihen. In größeren Summen machen davon vor allem die politischen Leistungsträger der römischen Gesellschaft Gebrauch. Wer im System aufsteigen will, braucht Geld – hohe Ämter zu erreichen, ist ein kostspieliges Ziel, für das es sich lohnt, Kredit aufzunehmen.

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