San José - Kurz bevor alles aufflog, all die Lügen und Halbwahrheiten, der ganze Betrug, trat Elizabeth Holmes vor ihre Angestellten und tanzte zu MC Hammers „U Can’t Touch This“. Es war ein ungewöhnlicher Anblick: Holmes, CEO von Theranos, einem Unternehmen, dessen Wert auf neun Milliarden Dollar geschätzt wurde, war bekannt für ihre Ernsthaftigkeit. Im Silicon Valley nennen sie solche Unternehmen „Unicorns“, Einhörner, weil ein Erfolg in dieser Größenordnung so selten ist. Und Holmes’ hatte hart für diesen Erfolg gearbeitet, hatte mit 19 ihr Studium in Stanford abgebrochen, um Theranos zu gründen und ihre Vision zu verfolgen: mit einer neuen Technologie an einem Tropfen Blut Hunderte Bluttests durchzuführen, schnell und günstig. Eine Revolution im Gesundheitssystem. Damit hatte sie alle überzeugt: Investoren, Staatsmänner und die Drogeriekette Walgreens, die Theranos’ Tests bereits in Dutzenden Filialen anbot.

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