Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen nennt sich gern das „Energieland Nummer eins“. Ganz weit vorn liegt es aber auch bei den Lasten der Energiewende: Als Deutschlands größter Stromverbraucher leidet das hoch industrialisierte Land unter dem stark gestiegenen Strompreis. Gleichzeitig stehen im Ruhrgebiet und im Rheinland Kohle- und Gaskraftwerke so dicht gedrängt wie nirgendwo sonst und schreiben wegen der Wind- und Sonnenstrom-Konkurrenz zunehmend rote Zahlen.

Landes-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) fordert bessere politische Rahmenbedingungen und damit mehr Einnahmen für fossile Kraftwerke. Sonst sei schon bald bundesweit die Stromversorgung in Gefahr. Auf der Essener Versorgermesse „E-World“ schlug der Minister vor Hunderten Energieexperten Alarm: Fossile Kraftwerke seien noch für viele Jahre in großem Umfang von rund 50 Gigawatt zur Absicherung der Energiewende nötig. Sollten die Betreiber dieser Kraftwerke weiter erhebliche Verluste machen, würden keine neuen Anlagen mehr gebaut – und es drohten ab 2020 „ernste Probleme bei der Versorgungssicherheit“, warnte der Minister. „Der vorgehaltenen Leistung müssen wir einen angemessenen Preis zubilligen.“ Auch für die klimaschädliche Braunkohle im Rheinischen Revier hält er nichts von schnellen Ausstiegsszenarien.

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