Strausberg - Für die Versorgungssicherheit im Winter lässt der Energieversorger EWE nach eigenen Angaben seine Erdgasspeicher in Jemgum, Huntorf und Nüttermoor in Niedersachsen und Rüdersdorf bei Berlin laufend füllen. Derzeit haben diese einen Füllstand von 71 Prozent, teilte das Unternehmen am Mittwoch auf der Pressekonferenz zum Geschäftsjahr 2021 der EWE-Region Brandenburg/Rügen mit. Sie werden mit Erdgas von EWE und anderen Speicherkunden beliefert.

Es werde intensiv an kurz-, mittel- und langfristigen Lösungen gearbeitet, um die Energieversorgung sicherzustellen, sagte Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG. „Wichtig ist, dass wir sie auf eine breite Basis stellen. Die enorme Abhängigkeit von einem Anbieter wie Russland ist ein Fehler und darf sich nicht wiederholen“, sagte er. Aktuell wäre ein Lieferausfall bei Gas für Deutschland nicht zu kompensieren.

Wegen Preiserhöhungen auf dem Energiemarkt seien weitere Preisanhebungen bei Gas und Strom erforderlich, sagte er. Zudem sei aufgrund des Lieferstopps einiger Energieanbieter eine sehr hohe Anzahl zusätzlicher Kunden in der Grundversorgung dazu gekommen. Nun müsse weiter zu derzeit hohen Kosten am Markt eingekauft und in den Preisen berücksichtigt werden.

EWE beliefert im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen sowie in Teilen Polens unter anderem rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom und rund 0,7 Millionen mit Erdgas.