Markkleeberg - Der ostdeutsche Glasfasernetzbetreiber Envia Tel treibt die Digitalisierung im mitteldeutschen Raum weiter voran. Dabei machte sich der Einstieg in neue Geschäftsfelder mit zu Beginn deutlich erhöhten Aufwendungen bei den Unternehmensergebnissen bemerkbar, wie Geschäftsführer Stephan Drescher am Donnerstag mitteilte. Weitere Gründe waren demnach reduzierte Absatzvolumina im Projektgeschäft sowie verzögerte Bereitstellungen aufgrund von Lieferengpässen.

Der Umsatz sank im Vorjahr um rund zwölf Prozent auf 69,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug den Angaben zufolge aufgrund hoher Investitionen lediglich rund 0,4 Millionen Euro. Angaben zum Ergebnis unterm Strich wurden nicht gemacht.

Das Unternehmen mit Sitz in Markkleeberg (Landkreis Leipzig) hat 214 Beschäftigte. „Mit 45 Millionen Euro planen wir so viel zu investieren wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Schwerpunkt ist der weitere Ausbau unserer Glasfaserinfrastruktur, insbesondere im Privatkundensegment“, sagte Drescher zum Ausblick auf dieses Jahr. Aktuell befinden sich insgesamt rund 35.000 private Haushalte in der Glasfasererschließung. Bis 2025 ist der Anschluss von bis zu 50.000 Haushalten geplant. Zudem wurden zahlreiche Schulen und Horte an das Glasfasernetz angeschlossen. Für Ende 2022 ist die Inbetriebnahme des regionalen Internetknotens DE-CIX Leipzig unter anderem auf unserem Datacenter Campus Leipzig geplant.

Envia Tel ist eine Tochter des ostdeutschen Energieversorgers Envia M und betreibt nach eigenen Angaben ein Glasfasernetz von rund 6400 Kilometern in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Damit werden 40.000 Unternehmen in rund 350 Gewerbegebieten erreicht. Ausbauschwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr sind in Brandenburg die Region Cottbus, in Sachsen die Landkreise Leipzig, Mittelsachsen und Zwickau sowie in Sachsen-Anhalt der Saalekreis.