Berlin - Nachdem klar war, dass eine freiwillige Regelung nicht viel bewirken würde, hatten sich Union und SPD auf die Verabschiedung eines Lieferkettengesetzes geeinigt. Doch bei der Umsetzung hakt es nun seit fast einem Jahr. Während sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und sein Amtskollege im Arbeitsministerium, Hubertus Heil (SPD), in den Grundzügen einig sind, blockiert das Wirtschaftsministerium unter Peter Altmaier (CDU). Denn während mehrere Firmen, unter ihnen Tchibo und Rewe, ein Lieferkettengesetz fordern, wehren sich die Wirtschaftsverbände vor allem gegen die geplante zivilrechtliche Haftung: Sie besagt, dass Arbeitskräfte, die entlang der Lieferkette zu Schaden kommen, zukünftig gegen das entsprechende Unternehmen in Deutschland klagen können. Ohne diese Klausel ist das Gesetz wirkungslos, sagen die Befürworter. Für die Unternehmen nicht zumutbar, klagen die Wirtschaftsvertreter. Höchste Zeit, einmal beide Seiten zu Wort kommen zu lassen: Im Doppelinterview sprechen Fair-Trade-Unternehmerin Lisa Jaspers und BDI-Vertreterin Anne Lauenroth über globale Verantwortung, Zukunftstechnologie im Kampf gegen Kinderarbeit und die Angst der Unternehmen.

Frau Jaspers, was soll das Lieferkettengesetz leisten?

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