US-Präsident Donald Trump. 
Foto: AFP

Es war ein anderer Donald Trump, den seine Fans am Freitagabend bei der Zeremonie am berühmten Felsen-Denkmal des Mount Rushmore erlebten: Der Präsident, dessen Wahlkampfauftritte eigentlich stets den Charakter einer TV-Comedy tragen und wegen des hohen Heiterkeits-Faktors seine Fans und seine Gegner gleichermaßen begeistern, trat ernst und nachdenklich auf. Kein Scherz kam ihm über die Lippen. Nicht einmal seine Lieblingsgegner, die „Fake News“-Medien bedachte er mit seinen legendären, verspottenden Gesten. Er lächelte kaum. Und doch wirkte der Auftritt nicht inszeniert – man hätte ja annehmen können, dass der Präsident angesichts der teils gewalttätigen Polarisierung bewusst staatstragend und seriös wirken wollte. Doch Trump schien abgekämpft und resigniert. Er erweckte den Eindruck, als habe er die Lust auf den Job verloren. Die Rede klang an manchen Stellen wie ein Abschied, der Abschied von einer Illusion.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.