Der deutsche Leitindex Dax sackte am Donnerstag unter die Marke von 14.000 Punkten. Im Nachmittagshandel notiert der deutsche Leitindex laut Handelsblatt bei 13.840 Punkten, ein Minus von 5,4 Prozent oder 790 Zählern.

Auch die Börsen in Asien reagierten mit kräftigen Verlusten auf die russische Invasion in der Ukraine. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 225 mit einem Minus von 1,81 Prozent bei 25 970,82 Punkten aus dem Handel. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland büßte 2,03 Prozent auf 4529,32 Punkte.

Russischer Rubel bricht auf Rekordtief ein

Der Dow Jones Industrial fiel auf das niedrigste Niveau seit April 2021: knapp 33.085 Zähler. „Nach einer ersten Schockstarre warten die Märkte auf mehr Klarheit über das Ausmaß der westlichen Sanktionen sowie über mögliche Gegenmaßnahmen Russlands“, analysierte Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen-Bank-Tochter DWS. Der Abwärtstrend an den Börsen könnte nach seiner Ansicht zum Beispiel noch verstärkt werden, „wenn Kleinanleger in Panik geraten“.

An den Devisen-Märkten sorgte der Krieg in der Ukraine für erhebliche Turbulenzen. Der russische Rubel brach auf ein Rekordtief von rund 90 Dollar ein. Die Zentralbank Russlands kündigte Stützungsmaßnahmen an. Gewinne verzeichneten hingegen der US-Dollar, der japanische Yen und der Schweizer Franken. Diese Währungen werden in unsicheren Zeiten oft nachgefragt. Der Euro sackte erstmals seit Ende Januar wieder unter 1,12 Dollar. Am Vorabend hatte ein Euro noch mehr als 1,13 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1344 Dollar festgesetzt.

Anlage-Alternativen: Gold gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Eine Feinunze des Edelmetalls (rund 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel am Donnerstag 1949 US-Dollar, das ist der höchste Stand seit Januar 2021. Der Edelmetallhändler Heraeus schloss nicht aus, dass bald die Marke von 2000 Dollar überschritten wird: „Der Weg zu neuen Höchstkursen wäre dann nur eine Frage der Zeit.“

Bitcoin fällt auf unter 35.000 Dollar

Auch der Bitcoin ist nicht vor Verlusten gefeit: Laut dem Manager Magazin rutschte der Kurs der ältesten und nach Marktwert größten Kryptowährung Bitcoin um rund 8 Prozent auf unter 35.000 US-Dollar. Die nach Marktwert zweitgrößte Internetdevise Ether gab um 12 Prozent auf rund 2300 Dollar nach. Cardano oder Dogecoin waren von dem Kursrutsch ebenfalls betroffen.