BerlinZuletzt hatte der Berliner Kochboxenversender Hellofresh vor allem vom Lockdown profitiert. Nun zeigt sich, dass Essen zum Selberkochen aus der Box auch ohne geschlossene Restaurants funktioniert. Eigenen Angaben zufolge waren dort zwischen Juli und September dieses Jahres insgesamt fast 20 Millionen Bestellungen eingegangen und 162 Millionen Mahlzeiten ausgeliefert worden. Das entspricht jeweils einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn konnte sogar auf fast 75 Millionen Euro verdreifacht werden.

Damit zählt Hellofresh zu den Gewinnern der Corona-Pandemie, und das Geschäftsmodell wirkt tatsächlich wie maßgeschneidert für eine Zeit, in der Restaurantbesuche nicht erlaubt sind oder vermieden werden. Dabei war das Berliner Unternehmen bereits vor neun Jahren angetreten, um vorzugsweise jungen Großstädtern eine Alternative zu Tiefkühlpizza und Drive-in-Ernährung zu bieten. Hellofresh liefert seitdem Menüs aus der Kiste, verschickt Rezepte samt Zutaten in Kochboxen. Es ist eine Art Ikea für den Kochherd. Essen zum Selberbauen. Den Menübaukasten gibt es per Abo: Mindestens drei Menüs für zwei Personen müssen wöchentlich geordert werden.

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