BerlinNiklas Östberg ist nicht unbedingt einer, dem man auf Anhieb abnimmt, dass er ein Dax-Unternehmen führt. Anzug und Krawatte gehören nicht zu seiner Alltagsgarderobe. Der Chef ist in der obersten deutschen Börsenliga so ungewöhnlich wie die Firma selbst. Denn der Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero, der erst im August zu Siemens, SAP und Allianz in den Kreis der 30 bedeutendsten deutschen Firmen aufgenommen wurde, hat noch nie auch nur einen Euro als Gewinn ausgewiesen. Zudem ist die Firma in Deutschland gar nicht unternehmerisch tätig. Östberg sieht dies aber gelassen. Tech-Firmen  wie die seine gehörten in den Dax, sagte er kürzlich in einem Interview: „Das war lange überfällig.“ Und: „Eines Tages werden wir zeigen, was wir wirklich können.“

Nun hat Delivery Hero erst einmal bewiesen, dass weiteres Wachstum möglich ist. Im dritten Quartal hatten sich die Bestellungen im Jahresvergleich auf einen Rekordwert von 362 Millionen verdoppelt. Das waren etwa vier Millionen Bestellungen am Tag. Auch der Umsatz stieg um 99 Prozent auf 776 Millionen Euro. Delivery Hero, die nach eigenen Angaben weltweit führende lokale Lieferplattform, hat damit den Umsatz das siebte Quartal in Folge verdoppelt. Östberg: „Wir sind stolz und freuen uns darauf, weiterhin eine erstaunliche Erfahrung zu liefern.“

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