Dem Grundwasser, über das die Bundesrepublik in Hülle und Fülle verfügt, droht nach Auskunft des Verbands kommunaler Unternehmen Gefahr: Vor allem nitrathaltige Düngemitteleinträge aus der Landwirtschaft dürften in wenigen Jahren dazu führen, dass unbelastetes Grundwasser vielerorts nicht mehr zur Verfügung steht und Brunnen geschlossen werden müssen. Deutschland weise EU-weit die zweithöchsten Nitratrückstände im Grundwasser auf, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Katherina Reiche: „Das ist kein gutes Zeugnis, davon müssen wir weg.“ Trinkwasser sei schließlich das Lebensmittel Nummer eins.

Besonders von Verunreinigungen betroffen sind laut VKU Regionen mit intensiver Landwirtschaft und Viehhaltung. Schon heute seien mehr als die Hälfte aller Reservoirs in Niedersachsen mit Nitratkonzentrationen belastet, die über dem EU-weit vorgeschriebenen Höchstwert von 50 Milligramm pro Liter liegen, kritisiert Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine. Die von der Bundesregierung im Sommer vorgelegte Neufassung der nationalen Düngemittelverordnung sei nicht geeignet, die EU-Richtwerte zu unterschreiten.

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