Paschal Donohoe.
Paschal Donohoe.
Foto: AFP/Paul Faith

Die Treffen der Euro-Gruppe verlaufen eigentlich immer nach einem unsichtbaren Drehbuch. Aus Sicht vieler kleiner Nationen ist auch die Dramaturgie mehr oder weniger immer gleich: Die Teilnehmer diskutieren grundsätzlich über finanzpolitische Maßnahmen und wie diese in die Umsetzung der nationalen Euro-Strategien passen. Am Ende wird dann gemacht, was Bundeskanzlerin Angela Merkel zuvor mit den wichtigsten Mitgliedstaaten hinter verschlossenen Türen vereinbart hatte. Am Donnerstag wurde dieses Ritual erstmals durchbrochen: Obwohl die Kanzlerin sich mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den Spaniern und den Italienern auf die Spanierin Nadia Calviño als neue Präsidentin der Euro-Gruppe geeinigt hatte, stand nach der geheimen Wahl plötzlich Paschal Donohoe aus Irland mit einer Mehrheit als Sieger da.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.