Brüssel/BERLIN - Angela Merkel steht am Morgen im Bundestag und lässt sich nichts anmerken. Vielleicht weiß sie noch nicht Bescheid, vielleicht will sie der Sache nicht mehr Dramatik verleihen: Eine Auktion von Bundesanleihen ist deutlich schlechter gelaufen als geplant, die Finanzbranche ist tief besorgt. Die Kanzlerin muss in der Haushaltsdebatte reden. Sie bleibt kühl. Sie spricht von Schock und Beunruhigung, meint damit aber die Morde des Nazi-Trios. Beim Euro gebe es Dinge, die bisher falsch gelaufen seien. Aber das werde nun korrigiert. Einen goldenen Weg ohne Risiko gebe es nicht, sagt Merkel. Aber sie weiß, was gar nicht geht: Der Vorschlag von Kommissionspräsident Manuel Barroso sei „außerordentlich bekümmerlich und unpassend“. Es entstehe der Eindruck, man könne die Euro-Krise bewältigen, indem man die Schulden vergemeinschafte.

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