Nach deutlicher Kritik von Mitgliedern des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zu Wirecard haben die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY) ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert. EY will vor dem Ausschuss „umfassend aussagen“, wenn zuvor die Rechtslage geklärt ist. Der Modus erfordert eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), mittels derer die Mitarbeiter von EY von ihrer berufsständischen Verschwiegenheitspflicht befreit werden. Der Wirecard-Insolvenzverwalter hatte EY bereits von der Verschwiegenheit befreit. Doch den Wirtschaftsprüfern reicht dies nicht aus, weil sie sich im Zweifel der strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt sehen. Eine Lösung könnte nach Ansicht von Kennern des Falles so aussehen: Der Untersuchungsausschuss verhängt über EY ein Ordnungsgeld, um die Aussage zu erzwingen. EY beruft dagegen und der BGH entscheidet. Die Mitarbeiter von EY sollen am Donnerstag aussagen. Unklar ist, ob der BGH wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser Entscheidung so schnell entscheiden kann. Sollte der Spruch jedoch vorliegen, würde EY den Parlamentariern Rede und Antwort stehen.

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