Wir sind Reiseweltmeister. Wir sind Sparweltmeister. Und Exportweltmeister sowieso. Und jetzt sollen wir die Ärmsten in Euroland sein? So schreiben es zumindest Zeitungen, die sich etwas auf ihre Wirtschaftskompetenz einbilden, etwa die FAZ: „Die Deutschen sind die Ärmsten im Euroraum“.

Womit auch fast geklärt wäre, wer mit wir gemeint ist: Die Inländer, diejenigen, die Deutschland bevölkern, ob Türken, Italiener oder Deutsche, die hierzulande einkaufen, arbeiten, Steuern zahlen. Eine Erhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) drückt diesen Menschen den Stempel „arm“ auf. Denn das mittlere Vermögen der deutschen Haushalte liegt laut Umfrage der EZB nur bei 50.000 Euro. In Griechenland ist es doppelt, in Spanien mehr als dreimal so viel. Das mittlere Vermögen, der Median, teilt die Haushalte. Die eine Hälfte ist reicher, die andere ärmer.

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