Köln - Unternehmensfusionen, Vertragsklauseln, Wettbewerbsverzerrung: Was hinter den Kulissen bei Facebook geschieht, dürfte dem Durchschnitts-Internetnutzer herzlich egal sein. Daran ändert auch die Meldung nichts, dass der Internet-Gigant nun von der EU-Kommission zu einer Strafzahlung in Höhe von 110 Millionen Euro verdonnert wurde. Das Unternehmen hatte bei der Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp falsche Angaben gemacht. „Na und?“, werden viele jetzt fragen, „was ändert das für mich?“ Nichts, ist die ehrliche Antwort. Doch könnte sich bald etwas ändern – sofern die EU-Kommission endlich lernt, den langen Hebel, an dem sie sitzt, auch öfter zu ziehen.

Das Wichtige an dieser Millionen-Klatsche aus Brüssel ist nicht etwa der Betrag. Facebook hat im Jahr 2016 satte 28 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, da tun ein paar Millionen weniger nicht weh. Auch die Hoffnung der Wettbewerbshüter, eine deutliche Botschaft an Facebook und andere Unternehmen zu senden, bei Kontrollen korrekte Angaben zu machen, dürfte allenfalls eine leise sein.

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