Berlin, Frankfurt/Main - Immer wieder bringen Kriminelle Falschgeld in Umlauf. Damit sich Verbraucher nicht strafbar machen, sollten sie die Banknoten aufmerksam prüfen, die sie in die Finger bekommen. Das rät die Bundesbank in Frankfurt am Main. Denn niemand darf gefälschte Banknoten, die er untergeschoben bekommen hat, wissentlich weitergeben.

„Sonst macht man sich strafbar“, warnt auch Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken. „Besonders bei Bargeldgeschäften mit unbekannten Privatpersonen sollte man also wachsam sein.“ Als Beispiel nennt Beller den Verkauf eines Gebrauchtwagens, den der Käufer gerne mit Bargeld bezahlen möchte.

Doch wie erkennt man gefälschte Geldscheine – und wie verhält man sich richtig? Hier wichtige Fragen und Antworten zu Falschgeld:

Wie erkennt man gefälschte Banknoten?

Mit aufmerksamen Sinnen: Scheine lassen sich nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ überprüfen, erklärt die Bundesbank. Zu beachten sind Hologramme, Wasserzeichen und Glanzstreifen im Geldschein. Verbraucher sollten immer mehrere Sicherheitsmerkmale gleichzeitig überprüfen, rät das BKA.

Fühlen

Auf der Vorderseite von echten Banknoten sind Teile des Druckbildes etwas erhaben und können gefühlt werden. Bei der ersten Euro-Serie ist dies der Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand. Bei der neuen Europa-Serie ist der erweiterte Schriftzug „BCE ECB EЦБ EZB EKP EKT EKB BĊE EBC“ erhaben, zusätzlich gibt es Striche am rechten und linken Rand.

Sehen

Wird eine echte Banknote gegen das Licht gehalten, ist das Wasserzeichen im unbedruckten Bereich als Schattenbild zu sehen. Im oberen Bereich des Hologrammstreifens befindet sich bei der Europa-Serie außerdem ein transparentes Fenster, durch das sich das Porträt der Frauenfigur „Europa“ erkennen lässt.

Kippen

Wenn Bankkunden Euro-Geldscheine kippen, verändern sich die Hologrammelemente. Auf der Rückseite der ersten Serie kann bei vielen Banknoten durch das Kippen auch der Farbwechsel der rechten Wertzahl von Rot nach Grün geprüft werden. Die Banknoten der neuen Serie weisen auf der Vorderseite links die sogenannte Smaragdzahl auf: Beim Kippen verändert sich die Farbe, und ein heller Balken wandert auf- beziehungsweise abwärts.

Wer kann bei der Überprüfung helfen?

Wenn Verbraucher befürchten, dass sie gefälschte Banknoten oder Münzen erhalten haben, können sie das Geld bei ihrer Hausbank überprüfen lassen, erklärt Beller. Bei Euro-Scheinen oder Münzen kann man sich auch an die Filialen der Bundesbank wenden. Einen Ersatz – also echtes Geld statt der „Blüten“ – bekommen sie dann aber nicht.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man Falschgeld angeboten bekommt?

Sofort die Polizei rufen oder zur nächsten Polizeidienststelle gehen, empfiehlt das BKA. Jeder Hinweis könne helfen, Fälschern auf die Spur zu kommen. Besonders Fingerabdrücke sind wichtig. Um diese zu sichern, sollten Betroffene die „Blüte“ nach Möglichkeit in einen Briefumschlag stecken, bis sie an die Ermittler weitergegeben wird. (dpa/tmn)