Das Tesla Logo.
Foto: dpa/Christophe Gateau

Berlin/London  Die Financial Times analysiert die große Ankündigung eines Tesla-Werks in der Nähe von Berlin und kommt zu einer realistischen Einschätzung, was das Projekt wirklich bedeuten könnte. Unter dem Titel „Tesla/Germany: Glorious success or Schnapsidee?“ erinnert das Blatt an zahlreiche spektakuläre Ankündigungen von Tesla-Chef Elon Musk. Zum einen bedeute „Gigafactory“ lediglich, dass es sich um ein normales Werk handle - nur, dass dieses eben den Segen von Musk habe.

Für die Arbeiter werde es auf jeden Fall Probleme geben, weil sich Tesla bisher hartnäckig geweigert habe, Gewerkschaften zuzulassen. Arbeitervertreter im Aufsichtsrat seien in den USA eher Randfiguren, es sei nicht zu erwarten, dass Tesla seine Kultur in dieser Hinsicht ändern werde.

Umweltschützer sollten gewarnt sein: Tesla habe es bisher unterlassen zu sagen, wieviel Wald geschlägert werden müsse.

Investoren sollten genau hinsehen: Der Betrieb einer Fabrik für Elektroautos sei sehr teuer. Alle anderen Hersteller bilden daher Allianzen. Tesla sei ein Einzelgänger, und es sei denkbar, dass die Kosten am Ende zu hoch sein könnten, um das Werk wirklich zu bauen.

Die FT schließt ihre Analyse mit Ironie: „We look forward to seeing you at Berghain, Elon.“