Eine Lebensversicherung, so suggeriert zumindest das Wort, sichert im Falle des eigenen Todes die Hinterbliebenen ab. Doch das ist nur bei einer Versicherung wirklich der Fall: der Risikolebensversicherung.

Andere Lebensversicherungen sollen vielmehr Geld ansparen und dienen damit vor allem der Altersvorsorge. Der Hinterbliebenenschutz macht nur einen kleinen Teil dieser Policen aus.

Das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip gibt einen Überblick über die verschiedenen Arten von Lebensversicherungen.

Risikolebensversicherung

Diese Police kommt vor allem in Betracht für Familien, die einen Immobilienkredit aufgenommen haben, oder wenn einer der Partner Hauptverdiener ist. Mit der Risikolebensversicherung sind im Todesfall die Hinterbliebenen mit einem vorher festgelegten Betrag abgesichert – der Vertrag ist also eine Versicherung gegen den Tod des Hauptverdieners.

Kapitallebensversicherung

Die klassische Lebensversicherung, auch Kapitallebensversicherung genannt, ist im Prinzip ein langfristiges Sparprodukt. Der Todesfallschutz, also der Versicherungsanteil dieses Finanzprodukts, wird nur mit einem kleinen Teil der Beiträge finanziert. Der Versicherte zahlt in der Regel über Jahrzehnte seine Beiträge. Zum zeitlich festgelegten Ablauf der Versicherung bekommt er die verzinsten Beiträge samt Überschussbeteiligungen auf einen Schlag ausbezahlt, wenn er zu diesem Zeitpunkt noch lebt. Derzeit zahlen die Anbieter auf den Sparanteil mindestens einen Garantiezins von 1,25 Prozent. Die anhaltenden Niedrigzinsen machen den Versicherungen zu schaffen, denn sie können das Geld der Versicherten kaum noch gewinnbringend anlegen.

Klassische Rentenversicherung

Die klassische Rentenversicherung funktioniert wie die Kapitallebensversicherung. Der einzige Unterschied: Das angesparte Kapital wird nicht auf einen Schlag ausgezahlt, stattdessen erhält der Versicherte das Geld als regelmäßige Rente ausbezahlt.

Fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung

Auch die fondsgebundene Lebensversicherung verbindet Todesfallschutz und Sparprodukt. Bei dieser Police wird mindestens ein Teil der Beiträge in Fonds investiert. Dadurch ist die Renditechance höher, eine Mindestverzinsung gibt es aber in der Regel nicht. Bei der Auszahlung erhält der Versicherte den Wert der Fondsanteile. Durch schwankende Kurse besteht die Gefahr, dass der Vertrag gerade in einer Zeit niedriger Börsenkurse endet. Ein frühzeitiges Umschichten in sicherere Anlagen ist daher erforderlich. Beim Tod des Versicherten erhalten die Hinterbliebenen einen garantierten Betrag ausgezahlt. Sind die Fondsanteile mehr wert als der garantierte Betrag, geht auch der Überschuss in der Regel an die Angehörigen. Die fondsgebundene Rentenversicherung hinterlegt eine Rentenversicherung mit einem Fondssparplan.