Der Konzern werde „nur noch da mit dem Begriff Flatrate werben, wo auch Flatrate drinsteckt“, sagte Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme am Montag. Künftig werde der Konzern neben Pauschal- auch Volumentarife verkaufen. Die Pauschaltarife würden auch künftig – anders als die Volumentarife – schnelles Internet-Surfen ohne Tempo-Drosselung beim Erreichen eines bestimmten Datenvolumens ermöglichen, sagte van Damme.

Vielnutzer sollen mehr zahlen

Dafür würden die Volumentarife „etwas günstiger“ angeboten. Der Konzern halte es „für fair, wenn Vielnutzer, die mehr Leistung beanspruchen, auch mehr zahlen als der Durchschnittsnutzer“. Zu den konkreten Preisen für die künftigen Tarife wollte die Telekom noch keine Angaben machen.

Das Unternehmen reagierte mit seiner Initiative auf ein Urteil des Landgerichtes Köln vom Oktober. Die Richter hatten dem Konzern auf Klage von Verbraucherschützern hin untersagt, bei DSL-Pauschaltarifen ab einem bestimmten genutzten Datenvolumen das Übertragungstempo zu drosseln.

Die Tempobremse sollte für alle seit Mai abgeschlossenen Flatrate-Neuverträge bei der Telekom gelten. Diese umstrittene Vertragsklausel für Neukunden werde zum Donnerstag gestrichen und „nicht angewendet“, sagte Marketingchef Michael Hagspihl. Für „alle Festnetztarife mit Volumenbegrenzung“ gelte, dass die Kunden diese „ohne Beschränkung nutzen“ könnten. Kunden müssten hierfür nicht aktiv werden und würden von der Telekom informiert. (AFP)