Berlin - Die arabische Fluglinie Etihad gibt Air Berlin mit einer neuen Finanzspritze Zeit für die Sanierung. Dem klammen Lufthansa -Rivalen winkt knapp eine halbe Milliarde Euro. Angesichts von Verlusten von 900.000 Euro pro Tag im vorigen Jahr und zwei gefloppten Spar- und Schrumpfrunden ist die Fluggesellschaft auf das frische Geld angewiesen. Nun soll kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. „Es wird keine Tabus bei der Restrukturierung geben“, sagte Unternehmenschef Wolfgang Prock-Schauer am Montag. Für die knapp 9.000 Mitarbeiter bedeutet die Ankündigung nichts Gutes. Erneute Stellenstreichungen könnten nicht ausgeschlossen werden, nachdem bislang 600 Jobs wegfielen.

Etihad hält 29 Prozent der Aktien von Air Berlin und pocht auf schnelle Erfolge. „Die Airline ist ganz klar in einer herausfordernden Lage“, sagte Etihad-Chef James Hogan über Air Berlin. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die Entwicklung richtig und ein Turnaround möglich ist, aber dafür bedarf es einer schnelleren und grundlegenden Sanierung.“

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