Frankfurt - Der vierte Pilotenstreik innerhalb von fünf Monaten trifft diesmal die Lufthansa-Passagiere am Münchner Flughafen. Am Mittwoch sollen zwischen zehn und 18 Uhr vom zweitwichtigsten Lufthansa-Drehkreuz keine Flieger abheben, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mitteilte. Auch der Flughafen Köln/Bonn wird in Mitleidenschaft gezogen: Gestrichen wurden zunächst ein Abflug um 12.55 Uhr sowie zwei Landungen um 12.20 Uhr und um 21.40 Uhr. Ein früher Abflug nach München am Donnerstag fällt ebenfalls aus. Alle Lufthansa-Reisende sollten sich rechtzeitig unter www.lufthansa.com/de/de/Fluginformationen über den aktuellen Flugstatus informieren.
In München werden in der fraglichen Zeit insgesamt 110 von 160 Lufthansa-Flügen gestrichen. Die Gesellschaft wies darauf hin, dass nur Flüge der Marke Lufthansa betroffen seien, nicht aber der Töchter wie Germanwings.
Angespannte Lage bei der Bahn
Auch bei der Bahn bleibt die Lage angespannt, bis Ende kommender Woche bleiben die Fahrgäste aber wohl von Warnstreiks und ihren Folgen verschont. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will an diesem Donnerstag bekanntgeben, ob eine Urabstimmung über reguläre Streiks eingeleitet wird. Diese Mitgliederbefragung würde dann mindestens zehn Tage dauern. In diesem Zeitraum schließt die Gewerkschaft Warnstreiks aus. (dpa, ksta)