Frankfurt/Berlin - Nach den Schmiergeldermittlungen um Grundstücksgeschäfte am Frankfurter Flughafen sitzen inzwischen drei Beschuldigte in Untersuchungshaft.

Den Männern im Alter zwischen 50 und 73 Jahren wurden die bereits vorab ausgestellten Haftbefehle von Amtsrichtern in Frankfurt und Berlin eröffnet und nach einer Anhörung bestätigt, wie Justizsprecher am Donnerstag bestätigten.

In Frankfurt waren der mutmaßliche Haupttäter (50) und ein Immobilienmakler (53) am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt worden. Ein ebenfalls verdächtiger Treuhänder (73) aus dem Fürstentum Liechtenstein war in Berlin festgenommen worden.

Er soll laut Staatsanwaltschaft Frankfurt möglichst schnell in ein hessisches Gefängnis gebracht werden. Am Dienstag hatte es eine Razzia im gesamten Bundesgebiet sowie in Liechtenstein gegeben.

Insgesamt wird bislang gegen zehn Personen ermittelt. Die Verdächtigen werden beschuldigt, Erbbau-Grundstücke im Frachtbereich Cargo-City Süd gegen Schmiergeld verschoben und die entsprechenden Zahlungen verdeckt zu haben.

Der mutmaßliche Haupttäter hatte bis Sommer 2008 an verantwortlicher Stelle im Immobilienmanagement des Flughafenbetriebers Fraport gearbeitet und diese Position möglicherweise für illegale Deals ausgenutzt. Die Vorwürfe lauten Bestechung und Bestechlichkeit sowie Untreue, Betrug, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. (dpa)