Köln - Es ist nicht der erste Shitstorm, den Nestlé derzeit über sich ergehen lassen muss.

Bereits 2010 veröffentlichte Greenpeace eine Kampagne gegen den Schokoriegel Kitkat: In einem Video prangerten die Umweltschützer an, das für die Herstellung Palmöl verwendet wird, welches im indonesischen Regenwald gewonnen wird. Statt dem Riegel war in dem Video der blutender Finger eines Orang Utans zu sehen.

Die Menschenaffen leiden zunehmend unter der Abholzung des natürlichen Lebensraums, an dem Nestlé mit seinem hohen Palmölbedarf nicht unwesentlich beteiligt sein soll.

Auch Werbekampagne #DeineFreiheit schadet Nestlé

Im letzten Jahr ging eine Werbekampagne von Nestea nach hinten los. Mit dem Hashtag #DeineFreiheit versehen sollten User für ein Gewinnspiel Fotos einsenden, stattdessen wurde auf Twitter gegen den Konzern gewettert. Zwar ließ Nestlé verlauten, dass Nestea in Deutschland von Coca Cola vertrieben wird, doch die Assoziation des Getränks mit dem Lebensmittelhersteller reichte.

Nestlé geht in die Offensive - und kommt nicht hinterher

Kurz vor Ausstrahlung der zweiteiligen ARD-Serie „Der Nestlé-Check“ (Teil 1: Montag, 21. September 2015, 20:15 Uhr) geht der größte Lebensmittelhersteller der Welt nun auf Twitter in die Offensive.

Mit einem gesponsorten Post fordert das Unternehmen online dazu auf, Fragen zu stellen. Dass da auch viel Kritik auf Nestlé einprasselt, dürfte die hauseigene PR-Abteilung nach den vorherigen Vorfällen sicher vorab kalkuliert haben.

Die Twitter-Gemeinde nutzt das Angebot so fleißig, dass der Hashtag #fragNestlé seit Montagmorgen an der Spitze der Trends steht - und der Konzern mit der Beantwortung nicht hinterherkommt. In Tweets sieht das so aus:

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Twitterschau zu #fragNestlé