Laut Gericht erfüllte Amazon die Sicherheits- und Gesundheitsverpflichtungen gegenüber den Angestellten nicht ausreichend.
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ParisEin Berufungsgericht in Versailles bestätigte damit am Freitag ein Urteil aus niedrigerer Instanz von vergangener Woche.

Allerdings weitete das Berufungsgericht die Liste der Güter aus, die Amazon bis zum Abschluss der Prüfung verkaufen darf. Amazon hatte seine Standorte in Frankreich als Reaktion auf die erstinstanzliche Entscheidung vorübergehend geschlossen.

Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte vergangene Woche einer Klage von Gewerkschaftsvertretern stattgegeben, wonach Amazon die Corona-Risiken für Arbeiter in Lagerhallen überprüfen und währenddessen nur Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Medizinprodukte vertreiben darf. Andernfalls droht dem Unternehmen eine Strafe von einer Million Euro. Laut Gericht trug der US-Konzern den Sicherheits- und Gesundheitsverpflichtungen gegenüber seinen Angestellten nicht ausreichend Rechnung.

Nach dem Urteil des Berufungsgerichts darf Amazon nun bis zur Überprüfung seiner Standorte zusätzlich auch Hightech- und Büroprodukte sowie Tiernahrung vertreiben. Zudem senkten die Richter das Strafmaß auf 100.000 Euro. Amazon äußerte sich zunächst nicht zur der Verfügung, die binnen 48 Stunden greift.