Berlin - Es geht um 460 Millionen Euro. Um fast eine halbe Milliarde, mit der der Staat den Warenhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof über Wasser halten will. Bis Ostern soll das Geld reichen. Dann geht es an die Rückzahlung samt Zinsen. Denn das Geld ist nur geliehen, nicht geschenkt. Doch die Aussichten darauf sind nicht die besten. Im Gegenteil. Sie sind sogar verdammt mies. Das aber liegt nicht daran, dass Galeria Karstadt Kaufhof mit dem Betrieb von Warenhäusern ein überholtes Geschäftsmodell verfolgt. Das Warenhaus an sich ist nicht tot. Man muss es nur fantasievoll und einfallsreich führen. Im Hause Karstadt-Kaufhof beweist man jedoch seit Jahren, dass man genau das nicht kann.

Es war schon schwer zu verstehen, dass der Berliner Senat für die vermeintliche Rettung einiger Kaufhäuser in der Stadt gefeiert wurde, weil sich damit weder Konzept noch Gestaltung veränderte. Warum sollte plötzlich überlebensfähig sein, was gerade noch dem Tode geweiht war? Vielleicht könnte es das Management unter dem österreichischen Milliardär René Benko wirklich besser als unter den Hasardeuren Middelhoff und Berggruen, die die Kaufhaus-Kette geschliffen haben und denen der kaum bessere kanadische Hudson’s-Bay-Konzern folgte. Aber den Beweis dafür haben sie bislang nicht geliefert, und nun fehlt die Zeit.

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