Eine Frau liest ein E-Book. (Symbolbild)
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LuxemburgGelesene E-Books dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht ohne weiteres als „gebrauchte“ Exemplare über eine Internetseite weiterverkauft werden. Nach EU-Recht handele es sich dabei um eine „öffentliche Wiedergabe“, für die es die Erlaubnis des Urhebers bedürfe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssache C-263/18).

Hintergrund ist der Fall eines niederländischen Unternehmens, das im Rahmen eines „Leseklubs“ einen Online-Marktplatz für „gebrauchte“ E-Books führt. Kunden, die hier ein Buch gekauft haben, werden von Tom Kabinet dazu aufgefordert, es nach der Lektüre an das Unternehmen zurück zu verkaufen und das eigene Exemplar zu löschen. Im Gegenzug erhalten sie eine Gutschrift. Zwei niederländische Verlegerverbände hatten dagegen geklagt.