Berlin - Die ostdeutsche Stahlindustrie steht vor weiteren Warnstreiks. Das Angebot der Arbeitgeber reiche nicht aus, teilte die IG Metall nach der dritten Runde der Tarifverhandlungen am Montag mit. Die Gewerkschaft kündigte weitere mehrstündige Warnstreiks für diese Woche an, bevor am Freitag wieder verhandelt wird.

Der Arbeitgeberverband Stahl hatte sein Angebot aufgestockt und nun 4,7 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 21 Monaten angeboten. „In der Höhe ist es zu gering, in der Laufzeit zu lang“, sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Birgit Dietze.

An welche Standorten die Arbeit niedergelegt wird, entscheidet die Tarifkommission der IG Metall. Sie wollte am Montagnachmittag tagen. Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde 8,2 Prozent mehr Geld für die 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie.

„Das halten wir für nicht verantwortbar“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Gerhard Erdmann. Der Krieg in der Ukraine und weltweite Lieferprobleme stellten für die Unternehmen große Risiken dar.