Berlin - Der globale Handelskrieg steht vor der nächsten Eskalationsstufe: Am Mittwoch werden die USA voraussichtlich neue Zölle gegen chinesische Importe erheben. Peking hat umgehende Vergeltung versprochen. Bei der Frage, wie Chinas Antwort aussehen könnte, rückt zunehmend ein Fakt in den Fokus: Peking hat Washington in den vergangenen Jahren hunderte von Milliarden Dollar geliehen. Damit steht die Frage im Raum, ob die USA sich einen Streit mit ihrem größten ausländischen Gläubiger überhaupt leisten können?

Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU herrscht derzeit Waffenstillstand. Man verhandelt. Das amerikanisch-chinesische Verhältnis dagegen ist eingefroren. Ab kommenden Mittwoch kann die US-Regierung weitere chinesische Importe über 16 Milliarden Dollar mit Strafabgaben belegen. Zudem erwägt Washington, Ende des Monats Zölle auf Importe über 200 Milliarden Dollar in Höhe von bis zu 25 Prozent einzuführen. Für die Vereinigten Staaten geht es dabei nicht nur um höhere Erträge aus dem globalen Handel, sondern ganz prinzipiell darum „Chinas wirtschaftlichen und politischen Aufstieg mit Zöllen zu bremsen“, so Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.

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