Die Becherglasieranlage in der Produktionshalle der Kahla Porzellan GmbH in Kahla. Jetzt musste der Insolvenzantrag gestellt werden.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa 

Kahla/Gera  -  Der traditionsreiche Porzellanhersteller Kahla steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Deswegen hat das Familienunternehmen beim Amtsgericht Gera Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zur Sanierung in Eigenverwaltung gestellt, wie Gerichtssprecher Siegfried Christ am Donnerstag auf Anfrage sagte. Als vorläufiger Sachwalter sei der Erfurter Sanierungsexperte Kai Dellit eingesetzt worden. Die deutsche Porzellanbranche insgesamt hat seit Jahren mit hohen Kosten und billigen Importen zu kämpfen.

Als Grund für die Schieflage gab das Unternehmen in einer Mitteilung an, dass 2017 und 2018 für einen Großauftrag ein Millionenbetrag in die Fertigung investiert worden sei. Der Kunde habe den Auftrag jedoch gekündigt, so dass hohe Verluste entstanden seien. Im letzten öffentlich zugänglichen Jahresabschluss 2017 ist ein Fehlbetrag von knapp drei Millionen Euro ausgewiesen - bei einem Bruttoumsatz von gut 23,2 Millionen Euro.

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