Szene in Schanghai.
Foto: imago images/VCG

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen besseren Marktzugang und die Gleichbehandlung deutscher und anderer ausländischer Unternehmen in China eingesetzt. In einem Gespräch mit Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sagte Merkel am Donnerstag in Berlin, dass weitere Schritte nötig seien. Das angestrebte ambitionierte Investitionsabkommen, über das die EU und China verhandeln, sei dabei ein wichtiges Element. Die Vizepräsidentin der EU-Handelskammer, Charlotte Roule, will ebenfalls solch ein Abkommen, ist aber pessimistisch. Sie sagte am Mittwoch in Peking, die Ungewissheit für deutsche Unternehmen sei so groß „wie seit Generationen nicht mehr gesehen.“ Gründe seien die wegen Corona unterbrochenen Lieferketten und eine rückläufige Nachfrage. „Die Aussichten sind düster“, sagte Roule. Die EU kritisiert, dass die Regierung in Peking in der Krise vor allem auf chinesische Staatsunternehmen setze. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte sich in Brüssel enttäuscht über den bisherigen Verlauf der Handelsgespräche mit Peking gezeigt. Er warf China mangelnden Einigungswillen und einen Verstoß gegen Absprachen vor – insbesondere in den Bereichen Marktzugang, Reziprozität und einheitliche Rahmenbedingungen.

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