Berlin - Für das Berliner Unternehmen Hellofresh hätte das Jahr 2020 kaum besser laufen können. Während quasi überall Restaurants schließen mussten und deren Küchen für den Außer-Haus-Verkauf bestenfalls im Notbetrieb liefen, explodierten am Firmensitz in der Saarbrücker Straße 37 in Mitte die Bestellungen entdeckungsfreudiger Hobby-Köche für Bausätze zum Selbstkochen. „Die Leute hatten plötzlich viel Zeit, neue Sachen auszuprobieren“, sagt Hellofresh-Chef und -Gründer Dominik Richter, der inzwischen ein Milliarden-Unternehmen führt.

2011 war das seinerzeit maßgeblich von Rocket Internet finanzierte Start-up angetreten, um nach eigenem Bekunden „die Art des Essens zu revolutionieren“. BWL-Absolventen der Elite-Uni WHU hatten im Windschatten damals allgegenwärtiger TV-Kochshows ein Geschäftsmodell entwickelt, mit dem insbesondere jungen Großstadtpaaren eine Alternative zur bestellten Fertig-Pizza und dem in der Mikrowelle vollendeten Tiefkühl-Menü geboten werden sollte.

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