Wer eine Immobilie kaufen oder mieten will, verhandelt in der Regel zuerst mit dem Makler. Wenn man ihn beauftragt, kann er auch bei der Suche nach einer Wohnung behilflich sein. Leider gibt es einige schwarze Schafe auf dem Markt. Wie erkennt man sie, und wo müssen Mieter besonders wachsam sein?

Ist der Makler überhaupt qualifiziert?

In Deutschland braucht man nicht viel, um als Makler arbeiten zu dürfen: Ein Gewerbeschein und der Nachweis, das man keine Straftaten begangen hat – mehr verlangt das Gesetz nicht. Da die Qualität der Dienstleister sehr schwankt, sollten Verbraucher nach möglichen Referenzen fragen. „Jeder professionell arbeitende Makler wird Zeugnisse seiner bisherigen Tätigkeit vorweisen können“, sagt Jürgen Michael Schick vom Immobilienverband Deutschland (ivd). Eine vorgeschriebene Ausbildung oder Prüfung gebe es nicht.

Immobilienmakler können aber beispielsweise ein Zertifikat nach der Maklernorm DIN EN 15733 erlangen. „Die Norm definiert unter anderem die fachliche Mindestqualifikation, die erforderlichen Verhaltensregeln und die wesentlichen Informationspflichten von Immobilienmaklern“, sagt Schick.

Außerdem sei ein wichtiger Qualitätsnachweis die Mitgliedschaft in einem Berufsverband. Dieser verpflichtet seine Mitglieder, regelmäßig Schulungen und Seminare zu besuchen, damit sie auf dem aktuellen Wissensstand sind.