Berlin - Vor Beginn des Internet Governance Forums der Vereinten Nationen am Montag in Berlin hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Bedeutung eines freien Zugangs zum Internet angemahnt. Dies müsse „ein Grund- und Menschenrecht sein, das für alle Menschen weltweit gilt“, erklärte Altmaier am Sonntag. „So wie es ein Grundrecht ist, Zugang zu Wasser, zur Gesundheitsversorgung oder zu Bildung zu haben“, fügte der Minister hinzu.

„Das Internet muss global und frei bleiben“, forderte Altmaier. „Wir wollen keine neuen Mauern errichten.“ Dieses Signal solle vom Internet Governance Forum in Berlin ausgehen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums will sich die Bundesrepublik bei der Veranstaltung zudem für den Erhalt eines partizipatorischen, dezentralen und demokratischen Internets einsetzen. Deutschland ist erstmals Ausrichter des Forums, das von Montag bis Freitag in Berlin stattfindet.

Erwartet werden rund 5000 Gäste aus mehr als 160 Ländern, darunter neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres und zahlreiche ausländische Staatsgäste. Angemeldet haben sich auch der als Erfinder des World-Wide-Web geltende britische Physiker Tim Berners-Lee und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft. (afp)