Berlin - Es war ein Riesenskandal: Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass Luxemburger Steuerbehörden mit Hunderten Konzernen geheime Steuervereinbarungen abgeschlossen haben. Whistleblower machten öffentlich, wie das kleine Luxemburg internationalen Unternehmen dabei half, massiv Steuern zu sparen – vor allem auf Kosten der Nachbarländer Frankreich und Deutschland. Von den Steuersparmodellen innerhalb der Europäischen Union profitierten zahlreiche europäische und amerikanische Unternehmen gleichermaßen: Apple, Eon, Ikea oder Amazon – all diese Konzerne unterhalten Briefkastenfirmen in Luxemburg. 

Die EU nahm den Steuerskandal zum Anlass, die Absprachen zwischen den Steuerbehörden Luxemburgs und den Unternehmen auf Grundlage des EU-Beihilferechts zu überprüfen. Das Europäische Parlament gründete einen Untersuchungsausschuss zu Steueroasen in der EU. In Luxemburg reagierte man auf die Debatte zunächst abweisend und verwies auf die Unabhängigkeit der Steuerbehörden und die Rechtmäßigkeit der getroffenen Absprachen.

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