Berlin - Alexander Schirp ist zuversichtlich. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt sei trotz der Pandemie besser als viele vermuten, sagt der Co-Chef der regionalen Unternehmensverbände. „Wenn wir es schaffen, die freien Stellen bestmöglich zu besetzen, wird es einen Corona-Jahrgang in der dualen Ausbildung 2021 nicht geben“, sagt Schirp.

Berufsoptimismus? Tatsächlich wird die Lage unter Jugendlichen ganz anders eingeschätzt. In einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung unter jungen Menschen erklärten jedenfalls 71 Prozent der Befragten ihre Überzeugung, dass sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz durch Corona verschlechtert hätten. Das sind zehn Prozent mehr als noch im vorigen Jahr. Bei Jugendlichen mit niedriger Schulbildung stellten sogar 78 Prozent eine Verschlechterung fest. Fazit der Stiftung: „Wer das Abitur hat, besitzt quasi eine Studiengarantie. Jugendliche mit niedrigeren Schulabschlüssen lassen wir in Krisenzeiten allein. Das ist nicht gerecht.“

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