Industrie-Warnstreiks im Osten: Südwesten verhandelt

Während im Südwesten Deutschlands eine Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie angestrebt wird, haben Beschäftigte in Berlin, Brandenburg un...

ARCHIV - Das Logo der IG Metall auf einem Banner.
ARCHIV - Das Logo der IG Metall auf einem Banner.Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Berlin-Während im Südwesten Deutschlands eine Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie angestrebt wird, haben Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen erneut für Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. Rund 2000 Beschäftigte in mehr als einem Dutzend Betrieben hätten sich am Donnerstag an den Aktionen beteiligt, teilte die IG Metall am Nachmittag mit. „Die Beschäftigten brauchen und sie erwarten eine dauerhafte und deutliche Lohnerhöhung“, hieß es von Bezirksleiterin Irene Schulz. „Eine Einmalzahlung reicht nicht, wenn die Teuerung die Lebenshaltungskosten dauerhaft nach oben treibt.“

Seit dem Nachmittag verhandeln im Bezirk Baden-Württemberg beide Seiten bei der fünften Verhandlungsrunde in Ludwigsburg bei Stuttgart und steuern auf einen Einigungsversuch zu. Arbeitgeber und die Gewerkschaft waren sich laut IG Metall schon in den vergangenen Tagen nähergekommen. Somit bestehen Chancen auf einen Pilotabschluss im Südwesten. Der Bezirk Baden-Württemberg war in der Vergangenheit immer wieder Vorreiter für tarifliche Einigungen der Branche gewesen. Der Abschluss könnte dann zeitnah auch in den anderen Bezirken, etwa für Berlin, Brandenburg und Sachsen, übernommen werden.

Die IG Metall fordert acht Prozent höhere Löhne und Gehälter. Die Arbeitgeber haben unter anderem eine steuer- und abgabenfreie „Inflationsausgleichsprämie“ von 3000 Euro sowie eine spätere, noch unbezifferte Erhöhung in den Gehaltstabellen in Aussicht gestellt.