Zum Interview kommt der 57-jährige Grieche salopp gekleidet. Ist er ein Bohémien, ein Intellektueller, ein Politaktivist? Giorgos Chondros, der in den 80er Jahren in Wien Ethnologie studiert hat, spricht ein ausgezeichnetes Deutsch. Im Vorstand seiner Partei Syriza, die seit Ende Januar Griechenland regiert, koordiniert er den Bereich Ökologie. Nach Berlin hat ihn die Rosa-Luxemburg-Stiftung eingeladen. „Mein Alltag hat sich gewaltig verändert“, beginnt er das Gespräch, „ich muss jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, bis acht Uhr versuche ich, mich zu informieren, und dann beginnt die Arbeit. Die Zeit hat sich in Griechenland extrem beschleunigt. Ich habe den Eindruck, die Wahlen liegen schon zehn Jahre zurück.“

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