Apple will laut einem Medienbericht die nächste iPhone-Generation am 10. September präsentieren. Das Wall Street Journal nannte den Termin am Wochenende unter Berufung auf seine Quellen. Die Erneuerung der iPhone-Modellpalette ist im Herbst an der Reihe – zuletzt stellte Apple das aktuelle iPhone 5 im September 2012 vor.

Diesmal soll auch das Betriebssystem mit iOS 7 stärker verändert werden. Außerdem wird über ein günstigeres neues iPhone-Modell spekuliert, das gegen die zahlreichen Konkurrenz-Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android antreten soll. Beim Flaggschiff-Modell rechnen Beobachter hingegen eher mit einem modifizierten iPhone 5S als mit einem völlig neuen iPhone 6.

Marktanteile verloren

Apple braucht ein frisches iPhone, um den Absatz anzukurbeln. Bereits im zweiten Quartal sank der iPhone-Anteil am Smartphone-Markt auf 13,2 Prozent, während Android mit Geräten verschiedener Hersteller auf den Höchstwert von fast 80 Prozent kam. Die Smartphone-Revolution erfasst immer mehr auch die Schwellen- und Entwicklungsländer. Dort sind vor allem günstige Geräte gefragt, was zum Beispiel chinesischen Herstellern gute Verkaufszahlen bringt.

Apple beschränkte sich bisher darauf, ältere Modelle wie das iPhone 4 günstiger zu verkaufen, das bescherte dem Konzern eine hohe Profitabilität. Doch inzwischen soll sich Apple doch zu einem günstigeren neuen iPhone durchgerungen haben. Zuletzt tauchten im Internet immer mehr Bilder von Plastik-Gehäusen in verschiedenen Farben auf, statt des Aluminium-Körpers der aktuellen iPhones. Zudem wurde ein neues billigeres iPhone mit Plastik-Schale in einem Aktivisten-Bericht über die Arbeitsbedingungen beim Auftragsfertiger Pegatron erwähnt. Es soll laut Medienberichten den Namen iPhone 5C bekommen.

Indes hat Apple im Dauer-Patentstreit mit Konkurrent Samsung den nächsten Etappensieg errungen. Apple hat ein US-Einfuhrverbot für einige Samsung-Geräte bei der amerikanischen Handelskommission ITC erreicht. Es könnte aber eine weitgehend symbolische Entscheidung bleiben, die das Samsung-Geschäft kaum beeinflusst.

Die ITC stellte am Freitag nach monatelangen Untersuchungen fest, dass Samsung zwei Apple-Patente verletzt habe. Bei dem einen geht es um Touchscreen-Technologie und bei dem anderen um den Anschluss von Ohrhörern. Allerdings erklärte der südkoreanische Konzern bereits, die beiden Apple-Patente in seinen Smartphones und Tablets inzwischen umgangen zu haben. Stimmen die US-Behörden dieser Ansicht zu, würde das Einfuhrverbot weitgehend verpuffen.

Samsung äußerte sich über das Einfuhrverbot dennoch enttäuscht. Zugleich sei aber Apples Versuch gestoppt worden, seine „übermäßigen Design-Patente zu benutzen, um ein Monopol auf Rechtecke und abgerundete Ecken zu erreichen“, hieß es in einer Erklärung. Die Südkoreaner können gegen die ITC-Entscheidung in Berufung gehen - oder auf ein Veto von US-Präsident Barack Obama hoffen. Das Weiße Haus hatte kürzlich in einem Verfahren von Samsung gegen Apple einen ITC-Importstopp für einige ältere Modelle von iPhone und iPad mit einem Veto blockiert. (dpa)